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Das Brot

  • lisefreedli
  • 14. Sept. 2023
  • 9 Min. Lesezeit

Über das Timing von Stories


It's been a long time. Wie war dein Frühling? Was bewegt dich? Was rüttelt an dir? Was lässt dich nicht los? Was berührt dich? . . . . Stell dir vor, du hast Gäste. Am Vorabend hast du mit viel Amore Amore einen wunderbaren Brotteig geknetet. In einem guten Brot stecken immer ein paar Tropen Schweiss, wie wir alle wissen. Nun ist der Tag des Besuchs da. Du hast das Brot im Ofen, es ist Nachmittag und du hast noch einwenig Zeit für Pipapo. Während das Brot so vor sich hin-brotet, bereitest du das Essen vor. Langsam wirds Zeit, und die ersten Friends kommen vorbei- es wird umarmt, gelacht, erzählt. Und über all dem schwebt der Duft von frischem Brot. Die Stunde ist um. Das Brot kann raus. Wein, Bier, Tee und Aperöli sind serviert, so langsam sind alle eingegroovt. Und was ist das Brot normalerweise, wenn es aus dem Ofen kommt? Heiss. So heiss, dass du es selbst nicht anfassen kannst. Du würdest dich verbrennen. Es wäre zu früh ((timing!!!)). Du schnappst dir also deine Backhandschuhe, und nimmst das Brot süüüüferli aus dem Ofen. Und dann? Dann wird es erstmal aufs kalte Gitter gelegt, und kühlt langsam ab. Und so ist es mit unserer Kunst, unseren Geschichten. Wenn sie im Ofen sind, sind sie so heiss, wir würden nicht auf die Idee kommen, sie anzufassen. Sie sind da. Im Ofen. Wir wissen es. Aber wir TUN nichts. Wir ko-existieren mit der Idee. Wir ko-existieren mit dem Brot. Und dann, in einer zweiten Phase, können wir es aus dem Ofen nehmen, wir halten es in den Händen, es ist gewissermassen eine sinnliche Auseinandersetzung mit unserer Kunst, unseren Ideen. Wir können das Brot vorsichtig berühren, immer noch mit der Gefahr, uns zu verbrennen. Wir können daran riechen. Mmmmhhhhh. Wir nähern uns den Ideen und künstlerischen Wünschen, den Geschichten also selbst an. Süferli. Würden wir das heisse Brot nun servieren? Nein. Und so ist es auch mit unserer Kunst, unseren Geschichten, unseren Ideen, unseren Prozessen. Sie müssen abkühlen, sie müssen etwas liegen bleiben, unberührt aber doch very much DA. Denn sie sind very much DA. Wenn ich Brot backe, wissen alle, dass es DA ist. Im ganzen Haus riecht man das Brot. Ideen und Geschichten sind spürbar, sie sind DA, und doch oft noch nicht greifbar. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass viele Reibungsflächen und Konflikte auf vier Punkte zurück zu führen sind: - Raum - Timing - Grenzüberschreitungen - Übergänge ((nimm diese vier mal mit, und überprüfe, wenn sich Konflikte in deinem Alltag zeigen, welches der vier beteiligt ist.)) Heute reden wir also übers Timing. Für jede Geschichte, für jedes Kunstwerk, jede Idee gibt es ein richtiges Timing. Und heute teile ich mit dir einen älteren Post, der nie veröffentlicht werden sollte. Weil er aus einer geschlossenen Gruppe kommt, in der ich in meinen Prozessen begleitet wurde. Der Text ist über ein Jahr alt, und entstand Ende 2021 // Anfang 2022. Ich war damals gerade im Launch von RADIANT PUSSY, und habe mir bereits viele Gedanken darüber gemacht, Social Media zu verlassen. . . . . . LEAVING SOCIAL MEDIA. yes. there. I said it. Die sozialen Medien haben mir so viel gegeben. Arm, ausgebrannt, deprimiert, zu Hause, kein Job, vier Kinder. Social Media hat mir geholfen, Gemeinschaft zu entdecken, meine Kunst zu machen und vor allem meine Stimme zu finden, als Künstlerin, als Coach, als Autorin - als ELISABETH. Aber seit längerer Zeit fühle ich mich hier nicht mehr zu Hause. Auf Plattformen, die Milliarden von Dollar ausgeben, um uns süchtig nach ihren Plattformen zu machen. Technologie hat ein wunderbares Potenzial. Etwas, das ich heute in einem Newsletter gelesen habe, hat mich sehr beeindruckt: "Wir alle wissen, dass die Tech-Konglomerate nicht der Ort sind, an dem wir unsere Energie oder unsere Beteiligung langfristig ausrichten wollen, denn die Teilnahme an ihrer Weltsicht fördert nicht die autonome digitale Navigation, bei der die Privatsphäre zählt." Seit fünf Jahren spiele ich dieses verrückte, bereichernde, wunderbare, abgefuckte Social-Media-Spiel - und ich sehe es als Problem, dass mir als Künstlerin keiner meiner Texte und meiner Kunst, die ich hier teile, wirklich GEHÖRT. Ich habe gesehen, wie unzählige Thought Provocateurs, Sex Coaches & Rebels von Social Media abgeschaltet wurden.Ich kann nicht einmal meine Nippel hier posten! Und ich denke wirklich darüber nach zu gehen. Nicht, weil ich nicht in der Lage wäre, meine Inhalte an eine VA auszulagern, sondern wegen der Tech-Giganten und der Werte, die sie vertreten, und der Art und Weise, wie sie mit meinen privaten und nicht so privaten Daten umgehen. Jetzt launch ich also. Dann ziehe ich mich zurück - was ich mit meinen Pussies von RADIANT PUSSY tun werde - und DANN fange ich an, mein großes Bild zu entwerfen, will mir Zeit und Raum für mich nehmen. // NEUE WÄHRUNGSSYSTEME // Ja.Die Welt ist verrückt. Und wir alle fühlen es, auf einigen Ebenen, kollektiv und individuell, bewusst und unbewusst. Und ich liebe das alles - ich denke und fühle und WEISS, dass wir in den aufregendsten Zeiten aller Zeiten leben, und wir, wir alle, sind FÜR DIESE ZEITEN GEBOREN! Was mich zu neuen Währungssystemen bringt. Ich WEISS, dass das Geldsystem zusammenbrechen wird. Ich weiß es, und es macht mich total an, weil ich weiß, dass es so viele andere Währungssysteme gibt, die noch zu erforschen und zu implementieren und zu erschaffen sind, die uns allen auf eine viel besser abgestimmte Art und Weise dienen, die mit den Prinzipien der Natur übereinstimmen und uns erlauben, das und die zu sein, wer wir wirklich sind. Und was ist mit der Währung der Fürsorge, der Currency Of Care? Ist das nicht DIE wertvollste Währung, die wir haben? Nicht, dass ich kein Geld will und Geld auch in meinem Leben eine Rolle spielt, aber ich kann nicht aufhören, über andere Wege des Gebens und Empfangens nachzudenken, OHNE dass Geld ((und somit Schuld??)) im Spiel ist. Im Moment läuft das Geldsystem noch, und das ist in Ordnung. Ich sehe einen sanften, fließenden Übergang voraus, deshalb bin ich immer noch entschlossen, im Jahr 2022 eine Million Dollar zu verdienen - die ich auch für all die Projekte brauche, an denen ich arbeiten möchte. Ich liebe, was ich tue. Und ich habe das Gefühl, dass ich an einem Punkt angelangt bin, an dem es Zeit für etwas Neues ist. Verkaufen. One on One. Rinse, repeat. Wie ein Esel mit der Karotte vorm Gesicht - ständig getrieben, dauernd fordere ich von mir kreativen Output. Es fühlt sich für mich nicht mehr wahr an. Ich blühe auf, auf so vielen Ebenen, und ich fühle auch, dass Geld einen Platz in meinem Leben hat und in unser aller Leben, UND wir in ganz neue Währungssysteme übergehen. Aber..... Ich fange jetzt an, größer zu denken. Ich strukturiere Teile meines Geschäfts auf der Basis von Spenden um. Ich träume davon, eine Form der solidarischen Wirtschaft mit meiner PussyPower Community aufzubauen. Ich möchte einen Raum, ein starkes Netzwerk für Künstlerinnen und Coaches // Therapeutinnen schaffen. Ein Ort für Künstlerinnen, wo sie wo sie Residenzen haben, zusammenarbeiten, Musik produzieren können, gemeinsam forschen und kollaborieren - alles auf der Basis von Spenden. Kurzum - auf "privater" Ebene der Übergang vom Mini-Business zu meiner großen Vision, gelöster von mir als Person, Raum für mich als Künstlerin, nicht "nur" als Raumhalterin. Und auf kollektiver ebene der Übergang vom heutigen Geldsystem zu neuen Währungssystemen, die nachhaltiger sind. Geld, systemisch gesprochen, wieder "in die Ordnung" bringen. // FOCUSING ON MY ART RATHER THAN COACHING//SPACE HOLDING Was mich zu meiner Reise als Künstlerin bringt. Ich LIEBE es, mit Menschen zu arbeiten, das tue ich wirklich. Und I deeply care about my community. Und ich weiß, dass ich die Gabe habe, außergewöhnliche Räume der Transformation und Erlaubnis für Menschen zu schaffen. Ich bin die geborene Raumhalterin, aber für mich fühlt es sich so an, als würde diese Phase bald zu Ende gehen, etwas anderem Raum machen. Eine Zeit der Introspektion und des Innehaltens ansteht. RADIANT PUSSY, ist mein Abschieds-Gruppenprogramm. Ich werde noch Plätze für mein 1:1 Mentoring frei machen, denn ich liebe es, eine kleine Anzahl von soul-mate Kundinnen zu haben. Ich habe in den letzten fünf Jahren so viel gelernt, und ich feiere das verdammt noch mal, dass ich so langsam ein "detachment from the outcome" verspüre. Mich von Absichten verabschiede. Das befreit mich so sehr. Ich war auf das große Geld aus. Dafür schäme ich mich nicht. Denn ich weiss - es ging mir nie ums Geld. Es ging mir um Menschen, um Gestaltung, Kreativität, Möglichkeiten, Träume. Ich habe so viele Fehler gemacht. So viele schöne Verbindungen, DURCH die socials. Ich habe DIE beste Online-Community, zu der ich so eine tiefe, Herzverbindung verspüre. Und doch.... Wird es Zeit für etwas neues. Einer der Werte, die mir am wichtigsten sind: Ich will meine Wahrheit leben. Voll und ganz. Ohne Zensur. Was nicht immer einfach ist. Weil ich den Weg, den ich bisher gegangen bin, im Schlaf wiederholen kann. Inhalte generieren. Content erstellen. Videos machen. Verkaufen. Launchen. Menschen inspirieren. Schreiben. Rinse, repeat. Und wenn ich tief in mich hineinhöre, spüre ich: Ich will jetzt meine Kunst weiterentwickeln. Das Unbekannte vollständig umarmen. Die sozialen Netzwerke verlassen. Mich ganz auf meine Newsletter-Familie einlassen. Ich habe ein wahnsinnig großes Kunstprojekt, das in mir brodelt. Es geht um Kapitalismuskritik, um die Monetarisierung unserer Körper, speziell um Menstruation, auch um Mutterschaft. Damn, es ist groß und erschlägt mich schier. und will geboren werden... Zur "richtigen" Zeit. Ich will tiefer in die Musikproduktion eintauchen, Klavier spielen, Gedichte schreiben, 10.000 Lieder und Geschichten vertonen und Kunst machen. Ich will eine Kollektion von Pullies & Shirts für meine Community machen - und Worte wie PUSSY SLUT BITCH reclaimen. Ich liebe meine PussyPower Familie, und ich will und werde sie weiterhin pflegen und nähren - einfach in einer neuen Form. Und ich habe so ein starkes Bedürfnis, mich zurückzuziehen, weniger verfügbar zu sein. Überwintern. In meinem kleinen Offline-Vortex. Stundenlang Musik machen. Stundenlang Kunst machen. Stundenlang alleine im Wald sein. Der Natur lauschen. Mit ihr im Dialog sein. Mit meiner inneren Natur im Dialog sein. Eintauchen. Mich zurückziehen. So habe ich das Gefühl, die Socials zu verlassen und ein ganzes verdammtes neues Geschäftsmodell zu erschaffen - KUNST, MUSIK, POETRY. Gibt es hier eine Frage? Ich weiß es nicht. Ich habe all diese Gedanken in mir behalten, eingeschlossen, geschützt, beobachtend, still in mir werden und sein lassen. . . . . . Ein Jahr nach Entstehung dieses Textes habe ich Facebook verlassen. Und jetzt, wiederum 1.5 Jahre später, kann ich dieses Brot servieren. Mit dir als mein Gast ((nein Gästin finde ich einf ein so schreckliches Wort.)) Mit dir das Brot brechen, und geniessen. Zurückschauen. Im letzten Jahr habe ich mich oft als Versagerin gefühlt. Ich hatte diese inneren Bilder, diese Vision, diese Idee von neuen Business Formen. Und musste mir dann im Herbst 2022 eingestehen, dass ich so, mit Donation Based und allem, nicht weiter machen kann und will. Ich hab mich gefühlt wie ein komplett ausgedrückter Lappen. Es ist toll, eine Vision zu haben ((Mental Körper)), aber du musst auch immer wieder überprüfen, ob deine Entscheidungen deine ganz persönliche Lebenssituation, dich und deine Bedürfnisse inkludieren. Und da viel Veranstaltungen unbesucht waren, und nur wenige Spenden reinkamen, hat es so nicht funktioniert. Einfach düre. Also Pause. Schluss und aus. Zeit für mich. Visionen und Ideen und all the bling bling einfach mal liegen lassen. Einfach mal bei mir sein. Mir diese Stunden im Wald nehmen. Ohne den Antrieb, dass all das "zu etwas führen" soll. Sondern SEIN. Fucking hell. Was für eine Herausforderung. Denn oft hat das, was wir TUN, so viel mit Identität zu tun. Und was bleibt, wenn alles wegfällt? Was ist, wenn du das starre Bild, das du von dir selbst hast, in die Tonne schmeisst? Und alles, womit du dich identifizierst hast , von dir abstreifst? Wenn alles still wird, und niemand mehr da ist…. Was ist es, das bleibt? . . . . . Pure Liebe bleibt. . . . . . In den letzten Wochen und Monaten habe ich gemerkt, wie sehr ich wiederum aus Angst und Selbstzweifel in meiner Eremiten-Höhle sitzen blieb. Und es schon lange keinen ersichtlichen Grund mehr dazu gab, weiter alles im stillen Kämmerlein, in meiner Studierstube für mich allein zu erforschen und zu betrachten. Sondern dass der Druck, die Kraft, der LebensJUICE in mir mich DRÄNGT. Die Natur, also meine innere Natur, MICH bewegt. Und das kann nicht kontrolliert werden. Und wahrscheinlich habe ich ((lustigerweise)) in den letzten Monaten mehr Kraft dazu aufgewendet, diese innere Bewegung zu kontrollieren.... als mich ihr einfach hinzugeben. Wir humans sind wirklich lustige Wesen. Geht es nicht manchmal, mehr als alles andere, darum, sich der Welt zuzuMUTen? Das wir unseren Platz einnehmen Unserer Wahrheit folgen Den Mut in uns finden unsere tiefsten Wünsche zu hören Uns immer wieder erinnern das wir nicht alleine sind Wissen Tief wissen spüren erfahren dass alles da ist uns unseren Weg zuzutrauen Uns der Welt ZuzuMUTen Im Wissen das wir gebraucht werden dass wir mit jedem Schritt in jedem, JEDEM Moment diese Welt gestalten. Und berühren lassen von uns selbst "Theres no beauty without intimacy" . . . . . Also habe ich eine ziemliche Gymnastik betrieben, um meine inneren Stimmen, mein ganz natürlicher, tief gefühlter Drang zu gestalten, ihn verneint, vernachlässigt, zu unterdrückt. Warum? Aus dem Gefühl, keine Kontrolle zu haben? Alles wissen zu müssen? Den "Plan" zu haben? ((lol)) Mich "ready" zu fühlen? We are all doing our bit. Wir müssen nicht den ganzen Weg kennen. Sondern wir dürfen einfach jetzt den Schritt gehen den nächsten Schritt und dann den nächsten. Also nein, natürlich habe ich nicht versagt. Auch wenn ich wahnsinnig hart mit mir sein kann. Es war wichtig, diese Gefühle des Versagens zuzulassen, sie zu fühlen, und die Wellen der Emotionen wieder abflachen zu lassen. Und so habe ich heute zu mir gesagt; Elisabeth, ich finde dich mutig. Ich finde dich keine Versagerin. Du warst bereit, etwas hinter dir zu lassen. Das "funktiniert" hat. Du hättest einfach immer so weiter machen können. Aber du hast gespürt, dass es nicht mehr wahr ist. Das Zeit für etwas Neues ist. Du hast auf diese Stimme gehört, und das Unbekannte umarmt. Und das war eine verdammt grosse Challenge für dich. Du hast kompromisslos auf dich gehört. Nein, du hast nicht versagt. Du hast JA zu dem gesagt, was für dich wahr ist. Und darauf kannst du stolz sein. Verdammt stolz. . . . . . . . . Mit dem was du hast und dem was ist gehen Schritt für Schritt. Auf bald, my foreign foreigner, in a strange land. Much LOVE Elisabeth




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