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Die Geschichten, die uns formen.

  • lisefreedli
  • 4. Okt. 2023
  • 7 Min. Lesezeit

Die Geschichten sind es, die uns formen, und die Geschichten sind es, die uns zurück halten.



In ihnen können wir uns suhlen, und in ihnen können wir uns verstecken. Sie geben uns Entschuldigungen, für alles alles mögliche. Und sie können uns ein Gefühl der Sicherheit und der Verbundenheit vermitteln.

Es fällt mir in letzter Zeit auch immer wieder schwer, Worte zu finden, für das, was ich fühle und erfahre.

Manchmal ist es so überwältigend, das mein ganzer Körper kribbelt, und noch mehr kribbelt.

Geht es dir ähnlich?

Alles fühlt und erlebt sich so PARADOX. Die Zeit scheint sich in unendlichem Raum aufzulösen. Und dies alles ist wahr, und doch nicht. Kann nicht in Worte gefasst werden. Denn wenn wir es in Worte "fassen" - ist es schon wieder begrenzt, schon wieder konzeptuell, mental Körper abstrahiert und eingeordnet.

Weischwinimeine?

Ich bin. Neu. In mir hat sich ein grosser Raum geöffnet, und in diesem Raum und für diesen Raum gibt es keine Worte.

Er IST einfach.

Pur.

Rein.

RAUM.

Im 2020 bin ich durch meine eigene persönliche Hölle gegangen, obwohl dieses Jahr tatsächlich eines der besten meines Lebens war.

Soviel alter Schmerz ist aufgebrochen, das ich es manchmal kaum aushielt. Es fühlte sich an, als würde mein Herz in tausend Stücke gerissen. Als würde ich sterben, und wieder und wieder sterben.

Als könnte ich mich nirgends mehr festhalten - es ging mir körperlich beschissen, und ich sass das ganze Jahr auf einem unbeschreiblichen, undefinierbaren Gefühl - so eine Art PULFERFASS.

Aber es fühlte sich taub an. So sehr es mich im einen Moment in tausend Stücke verriss. Schon im nächsten Moment fühlte ich

NICHTS.

Und ich wusste: irgendwo, unter einer tiefen Schicht von Schnee, irgendwo da drunter liegt sie-

die Trauer. die Verzweiflung. Die Einsamkeit. Das gebrochene Herz.

Aber ich war nicht ready, zu fühlen. zuzulassen. . . . . Konkret - ich bin mir im 2020 so nah gekommen, wie noch nie. Da ist eine Intimität mit mir selbst, ein mich-selbst-halten und besser und tiefer erfahren. Und das ist nicht immer nur leicht, denn manche Sachen möchte man sich lieber nicht eingestehen. Oder es kann Angst machen, sich dann auch so zu zeigen. Nackt. Ungeschützt. Neu.

Konkret: ich habe Freundinnen verloren.

Ich habe MICH gewonnen, so viel mehr Klarheit darüber, wer ich bin und was ich brauche und wo ich stehe und was ich will. Und, wie immer, wenn du selbst Klarheit findest, ist dies eine Einladung an dein Gegenüber, diese Klarheit auch zu erlangen.

Und daran gingen im 2020 Freundschaften kaputt. Und das hat mir das Herz gebrochen. Und das schmerzt. Und das darf es auch.

Das 2021 war eine Integration der ganzen Mess. Ohne viel zu TUN, fielen Dinge an ihren Platz. Ich hatte auf der ganzen Linie so viele Erfolge, so viel Bereicherung - Freundschaften wurden vertieft. Grosse Entscheidungen getroffen.

Wir haben unser Leben komplett umgekrempelt, Altes losgelassen, und haben uns ab Mitte August ins Unbekannte fallen lassen. Wir sind auf Weltreise aufgebrochen. Ja, in diesen Zeiten. Genau in diesen Zeiten.

Ich hatte im Business das Beste Jahr überhaupt. Konstante Einnahmen. In Sales an die 70'000.- mit Genuss gemacht. Mit Traumkundinnen gearbeitet. Eine unvergessliche, unendlich wertvolle Gruppe begleitet- die PussyPower Mastermind ((love you forever, Bitches!)), und Ende Jahr die unvergessliche RADIANT PUSSY Gruppe gestartet. Ein unvergessliches Konzert gespielt ((will marry you in 30 Jahren, Martina Momo Kunz )) Da war und ist so much Goodness, das ich es manchmal kaum fassen kann. . . .

Weisst du, ich könnte jetzt viele poetische, intelligente, abstrakte Worte dafür benutzen, was wir alles voneinander lernen können und Bliblablu und wie wir immer einander aneinander und ineinander und aufeinander und soweiter erkennen und on and on forever.

Schnarch.

Die Wahrheit ist - im 2020 waren Beziehungen mein absolut grösstes Lernfeld. Und Beziehungen sind manchmal einfach

FUCKING MESSY!

Es war also auch ein Schlachtfeld, zuweilen.

Da wird verletzt. Da wird gestritten. Da wird bewertet. Da wird NICHT verstanden. Da wird zurückgewiesen. Da knallen Türen, da fliessen Tränen, da klopfen Herzen, da beben Stimmen. Es ist eine fucking MESS.

Und ich kann noch so lange all diese Prozesse durch meinen Mental Körper durch rationalisieren, oder irgendwie in meinem stillen ach-so-spirituellen Kämmerlein vor mich hin meditieren -

manchmal braucht es diesen

Bruch. Den Schmerz. Den Cut. Die MESS! Die Verletzung.

Das heisst nicht, das wir rücksichtslose, stumpfe Idiotinnen sind. Es heisst einfach

we are human. we have emotions.

Wir sind authentisch.

Gross Elisabeth hat also Klein Elisabeth ins Neuland der Beziehungen begleitet, ins Land der Konflikte und Auseinandersetzungen. Das hiess, ganz konkret, vor allem viel Leerraum, Natur, einfach im Bett liegen und in die Decke einkuscheln, die Blätter im Wild beobachten.

Aber auch tanzen, und schreiben. Viel tanzen!!!!

Viel Nervensystem Regulation, dass ich mit dieser neuen Nähe zu mir selbst und anderen überhaupt klar kam.

Sehr viel schreiben.

Damit klarkommen, das ich NICHTS fühle, und dann wieder in tausend Stücke zerfalle.

Denn ich habe im 2020 erkannt, dass wirkliche Intimität in Beziehungen etwas ist, von dem ich absolut die Hosen voll hatte. Ich hatte mich 34 Jahre lang daran gewöhnt, alles mit mir alleine auszumachen. Niemanden an mich ranzulassen.

Und es hat unglaublich weh getan, zu sehen, wie Beziehungen sich verändert haben, oder ganz aus meinem Leben geschieden sind.

Das Alte Ich wollte zurück in die Alten Geschichten, wollte weiterhin lieber bitz verleugnen und so tun als wäre alles ok, statt für mich einstehen und für das was ich brauche und will.

Konfliktvermeidung also. Weil so viel bequemer- aber Konfliktvermeidung ist immer auch eine Verleugnung und Zensierung von dir selbst.

((aber eben, da kommt auch mal wieder social conditioning und Patriarchat DINGDONG! Ist ja nicht gerade gesellschaftlich tief verankert, das eine Frau sich überlegen darf, wer sie eigentlich ist und was sie will!))

Aber der Hunger, die Lust, in dieses Neuland aufzubrechen, die Lust, neue Geschichten zu schreiben, neue Bande zu knüpfen, der Hunger nach meinen DESIRES, der Ruf war einfach zu stark.

Der tiefe Wunsch nach wirklicher Intimität.

Phewwww....

Denn manchmal ist das familiäre, das, was wir aus unseren Geschichten kennen, nicht das, was uns wirklich erfüllt.

Aber weil es uns familiär, bekannt vorkommt, unser Körper viel bekannte Referenzen darauf hat.... bleiben wir lieber in Situationen, die wir kennen.

Und seien sie noch so unbefriedigend, ja vielleicht sogar gefährlich, auch wenn sie uns den letzten Lebenssaft aussaugen.

Die viel genannte Komfortzone, sie ist nicht wirklich eine Komfortzone. Weil wir in ihr nicht erblühen, nicht erfüllt sind. Sie ist die Sicherheitszone. Weil wir sie kennen.

Ins Neuland aufzubrechen macht Angst, das Unbekannte zu umarmen, das Gefühl von Mutterseelenallein, von tiefer unendlicher Einsamkeit zu umarmen, alllllll the feels zuzulassen - und DOCH, doch den Rucksack packen, und sich in dieses Neuland aufmachen-

was für ein fucking GLORIOUS Abenteuer!!!

So, so ist doch das Leben? Oder? Immer wieder Augen zu, Arme weit auf und sagen:

LEBEN, FUCK ME!!!!!!! Mach mit mir. Ich vertraue. GO! ((ääääääää!!!!!!))

Letzten Endes geht es darum, ob du Lieben kannst.

Ob du dich öffnen kannst, wirklich und wahrhaftig. Ob du dich selbst kennen lernen kannst. Dich erfahren - so pur und rein wie möglich.

Letzten Endes geht es darum, ob du lieben kannst.

Wirklich lieben - dich selbst, und deine Mitmenschen. Ob du dein Herz wirklich wirklich öffnen kannst. Ja, das kann weh tun. Ja, das macht Angst.

Die Kleine Elisabeth? Sie möchte die Liebe abblocken, sie hat grosse Angst, sich wirklich wirklich zu öffnen. Es fällt ihr enorm schwer, sich zu öffnen. Und sie hat eine Riesen Scheiss Angst, verlassen zu werden, und das keine Sau sie liebt und sie ganz, ganz alleine ist.

Also nehme ich sie immer wieder an die Hand, umarme sie, gehe die kleinen, allerkleinsten Schritte mit ihr. Babysteps.

I let my heart crack OPEN.

Das macht meiner kleinen Angst, diese Öffnung.

ich schaffe ja alles alleine, ich bin mir das gewohnt, ich weiss, wie es geht.

Und wenn es anfängt, weh zu tun, wenn es anfängt, schwer zu werden, wenn Konflikte da sind, mit Menschen, die ich so sehr liebe.

Dann will die Kleine Elisabeth einfach nur zumachen und sich abschotten, weil sie so grosse Angst davor hat, wieder verlassen zu werden.

Manchmal braucht es eben diese MESS, diesen Bruch, die Verletzung und die dunklen, dunklen, einsamen Nächte - wo wir uns selber spüren. Die Dunkelheit spüren. Die Angst und Einsamkeit.

Denn nur wenn wir uns selbst sehen, uns nicht mehr verleugnen, zu uns selber stehen - können wir einander wirklich begegnen.

Denn "das Ende vom Lied" - ich habe entdeckt, das es wahrhaft viele viele vieeeeeele Wertvolle Bande gibt in meinem Leben, so wertvolle Menschen, für dich ich soviel Liebe habe ((hup, DU bist eine davon!!)) - und DAS, das berührt mich dann so tief, das ich meine zu sterben

weil es so schön ist.

Ich spüre die Botschaft des Lebens, ein tiefes JA zu mir selbst, zum lieben und zum leben und zum sterben und einfach zu ALLEM in diese Welt zu tragen.

Radikal. Radikal. Radikal.

Der kleinen Elisabeth zu lernen, dass sie sich endlich öffnen darf für die Liebe. Dass sie sicher ist. Dass ihr nichts geschehen kann.

Lasst uns alle das Leben feiern! Ja, wir alle struggeln und wir sind verletzt und fühlen uns zuweilen alleine und sind im Schmerz - und all das ist REAL und OK und auch schön, denn wir können daran wachsen.

Der Schmerz, dieser uralte Schmerz und diese Angst und Unsicherheit hat gleichzeitig etwas wunderschönes, etwas berührendes, poetisches.

Wir fühlen uns manchmal ungeschützt und Neu, roh, stehen noch auf wackligen Beinen.

Aber wie fucking EXCITING ist es doch auch, ins Neuland aufzubrechen und neue, empowernde Geschichten zu schreiben.

Wenn du dich, das Unbekannte umarmend, aufmachst, dich im Sturm und Neuland selber hälst und nährst, Schritt für Schritt, Sanft, liebevoll.

Und ich sage es hier und werde es noch 1000 mal sagen:

self love is a community effort.

Wir lernen das nicht in einem Vakuum, sondern wir brauchen neue Erfahrungen und Referenzen mit anderen Menschen. Wo wir uns nicht zensieren, sagen, was wir denken und brauchen und mit Menschen, die uns wichtig sind, nach und nach Vertrauen und Intimität aufbauen und vertiefen können.


Angst darf sein. Sie gehört auch dazu, wenn wir ins Unbekannte gehen, uns für das Neue öffnen. Aber sie darf nicht die Kontrolle übernehmen, und uns länger in alten Geschichten halten, als uns lieb ist, und als uns gut tut.

YOU BE YOU. Das ist das allergrösste Geschenk von allen!

Right?

PURE LOVE.

Viele Gefühle wirbeln mich einmal quer durch alle Spähren - ich spüre Verbundenheit und ich spüre Mut, diesen meinen Weg mit Liebe und Mitgefühl zu gehen. Ja, das klingt kitschig. Und ja, ich liebe es. Denn ich bin hier, um zu lieben. Wir sind hier, um zu lieben. Wofür sonst?

PURE LOVE.

. . .

Was könnte für dich die Neue Geschichte sein? Der nächste "growth edge"?

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Much LOVE Elisabeth

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