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Fragmente

  • lisefreedli
  • 23. Dez. 2023
  • 12 Min. Lesezeit

Soll ich wirklich meine Zeit nutzen?



Heihei my dear.Comme toujours ((oder meistens)) ist das kein knapper Beitrag, sondern ein tieferes Eintauchen.


Lies ihn dann, wenn du wirklich RAUM dazu hast, ihn geniessen und dich in den Worten marinieren kannst.


Lies ihn dann, wenn du ab und zu, vielleicht in deinen Kuschelsocken und mit hochgelagerten Beinen auf weicher Unterlage, aus dem Fenster blinzeln, und die Worte nachwirken lassen kannst.


Heute pour toi:

eher philosophische Überlegungen zum Nutzen unserer Zeit und Journal Prompts zum weiter eintauchen

Eine tolle Podcast Empfehlung

Gaaaaaanz kleines kurzes Update über mein Buch

Ein Recording zum Thema Sinnliche Introspektion, dass du bei mir bestellen kannst ((einfach auf diese Mail antworten)).


Also soll ich meine Zeit nutzen?


Die Fragmente der Zeit, die ich habe, möglichst speditiv und sinnvoll einsetzen?


So, wie diese Gutscheine ((oder “Goldscheine” wie meine jüngste Tochter so poetisch sagt)), die man im Migros kriegt? Nach einer bestimmten Anzahl Dinge, die du im Migros einkaufst, kommt dann so ein Goldschein im Wert von 5Chf zu dir nach Hause. Du hast dann also 5Chf mehr als vorher. Hab ich denn auch 5 Minuten mehr, wenn ich meine Zeit möglichst sinnvoll nutze, möglichst alles optimiere, sodass ich am meisten aus mir herausholen kann?


Lass uns das weiterspinnen.

 

Also möglichst die Zeit nutzen.

Möglichst Sinn-volles mit reinpacken.

 

Der Tisch ist übersät. Wir essen “Uftischete”. Oder auch “Kühlschränkerlis”.Heisst - wir nehmen einfach alles raus, was noch so im Kühlschrank und überhaupt vorhanden ist.

Geissermassen eine Sinn-Volle Nutzung meiner Zeit. Denn ich mag nicht, und zwar auf keinen Fall, no no no - zweimal kochen am Tag. Wir sitzen noch zu zweit am Tisch, die anderen sind auf dem Weg zum Znacht ((das kann schon gefühlt Stunden dauern. So vom oberen Stock an den Küchentisch. Wer kennts?)).


Es ist draussen schon dunkel, auf den Fenstersimsen vor unseren Stubenfenstern flackern sieben Kerzen in alten Konservegläsern. Wir haben sie gestern Abend mit Nagellack verziert. War eine chli blöde Idee.


Weil es dann im ganzen Haus nach einer Mischung von Raclette und Nagellack gerochen hat, und mir davon fast schwindelig wurde. Aber es ist schön, diese Lichtli vor dem Fenster zu haben. Ich fühle mich schon sehr Weihnachtlich.


Mein Sohn sitzt mir gegenüber und schmiert sich sein Toast voll Butter, ich schmier mir mein Seeländerbrot voll Butter. Vor ein paar Stunden hatte ich ein kurzes Telefonat mit der Schulleiterin. Und sie sagte ganz zum Schluss, dass sie gerne noch meinen Sohn loben möchte. Wie gut man mit ihm diskutieren könne, und wie er auch immer bereit ist, seine Fehler zuzugeben und dafür gerade zu stehen. 


Die anderen sitzen noch immer nicht am Tisch. Zwischen Toastpackungen, Honig und resten von geschnittener Kaki sitze ich also da, und betrachte meinen Sohn.Ich bin so stolz auf ihn.Und erzähle ihm von dem Gespräch. Es huscht ein verschmitztes, ertapptes, gaaaanz kleines Grinsen über sein Gesicht. Man könnte es schier verpassen. Und seine Augen, sie sind plötzlich ein klein wenig klarer, sind weicher, und strahlen, als er meine Worte hört.Und dann denke ich - diese Momente, die gehen oft unter.


Es fehlt der Dazwischen-Raum, in dem wir diese Momente geniessen, feiern und wirken lassen können. 


Die lauten, die fordernden, die wilden Momente sind die, die wir oft so viel mehr wahrnehmen. Und worüber wir dann Momente wie diesen, unspektakulär spektakulär, einfach übersehen könnten.Wie wir als weiblich sozialisierte Wesen sowieso JEDEN Raum für uns erkämpfen müssen, wird uns auch kein Zwischenraum geschenkt. Einer, in dem wir zB auf unsere "Ich bin doch gar nicht so eine schlechte Mutter wie ich manchmal denke" - Bank, genau DIESE Momente bewusst einzahlen können. #banked 



Ich bin seit immer manchmal unglaublich verpeilt. Und ich muss auch einfach unglaublich viel im Kopf behalten. Und auch daran denke ich, als ich am selben Tag nochmal umkehren muss auf dem Weg in die Migros, weil ich das Geld vergessen hab. An Fragmente. An diese Stückli, die wir alle haben, und die wir dann also Sinn-Voll nutzen sollen.


Diese Raum und Zeit Fragmente, die immer irgend einen verdammten SINN ergeben sollen. Das ist mir schon wieder zu viel Druck!!! Oder findest du’s geil, dass ALLES ständig etwas MUSS? Die Pause dient auch schon wider einem Zweck? Wir gehen nicht in den Wald, weil wir in den Wald WOLLEN, sondern weil es zu unserer Selfcare Routine gehören MUSS, weil wir sonst den Lärm und die fordernde Welt schlicht nicht ertragen?


Der Spaziergang ist dann gewissermassen eine Ausgleichshandlung. Sie MUSS einen bestimmten SINN und auch Zweck ergeben.


Da denke ich an sie, meine wunderbare, wunderschöne kluge  Freundin. Ich nenne sie mal Leandra. Wie sie in meinem Zimmer liegt, mit ihren lockigen Haaren, ihrer orangenen Kappe und sich auf meiner kolossalen roten Gymnastikmatte lautstark darüber empört, dass Frau Stefanie Stahl ihr also weissmachen will, dass das Kind in ihr Heimat finden MUSS. Während dem sie sich empört, liegt sie schon lange nicht mehr entspannt da, sondern wie sie spricht, richtet sie sich immer mehr auf, die Stimme wird lauter und durchdringender. 


"Und dann sagt mir also diese Stefanie Stahl, dass mein Kind in mir Heimat finden MUSS! Das MUSS ich jetzt also auch noch!"Und sie klopft auf diese rote Gymnasitkmatte, und sie schmeisst sich auf diese rote Gymnastikmatte und stöhnt und wir beide lachen und lachen und ich fühle sie SO sehr!


Und ich feiere und bezeuge diese Kraft und diese Wucht von diesem Moment der Wahrheit. Nein verdammt, das Kind in uns MUSS nicht Heimat finden.

 

Einen SCHEISS muss es.

 

Muss es Heimat finden, um ________ zu _______ . Das Heimat finden an sich MUSS also wieder einen SINN-VOLLEN Zweck ergeben.

 

... 

Lass uns doch mal die Wurzel dieser Worte betrachten, bevor wir über die Worte sprechen.

 

SINN - gemäss online Wörterbuch

 

  1. [meist im Plural]

Weiter - ((lustig, als zweiter Vorschlag zeigt mir Google die Firma Sinn- Spezialuhren an. Wie sehr diese beiden doch verhängt sind. Der Sinn und die Zeit. Und wie SINN-VOLL wir eben diese Zeit nutzen. Und so.))


Der Begriff "Sinn" hat in der Philosophie und im allgemeinen Sprachgebrauch verschiedene Bedeutungen.


In der Semantik bezeichnet "Sinn" die Bedeutung eines sprachlichen Ausdrucks. Zum Beispiel hat der Satz "Der Himmel ist blau" den Sinn, dass die Farbe des Himmels blau ist.

In der Philosophie wird "Sinn" oft in einem umfassenderen Sinne verwendet. So kann "Sinn" das Ziel oder die Bestimmung eines Dinges bezeichnen. Zum Beispiel kann man sagen, dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein.


In einem weiteren Sinne kann "Sinn" auch die subjektive Bedeutung oder Bedeutungsgebung eines Ereignisses oder einer Handlung bezeichnen. Zum Beispiel kann man sagen, dass der Sinn eines bestimmten Ereignisses für eine Person darin besteht, dass es ihr geholfen hat, ihr Leben besser zu verstehen.


In der Soziologie bezeichnet "Sinn" die Bedeutung oder subjektive Deutung sozialen Handelns. Zum Beispiel kann man sagen, dass der Sinn einer bestimmten Handlung darin besteht, eine bestimmte soziale Norm zu erfüllen.


Im alltäglichen Sprachgebrauch wird "Sinn" oft auch in einem noch weiteren Sinne verwendet. So kann man zum Beispiel sagen, dass etwas "Sinn ergibt" oder "sinnlos" ist. In diesen Fällen ist der Sinn nicht unbedingt klar definiert, sondern wird eher intuitiv empfunden.


Der Begriff "Sinn" ist also ein komplexer Begriff, der in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen haben kann.

 

Und was genau, bedeutet also SINN-VOLL?Das Online Wörterbuch sagt hierzu:

1.durchdacht und zweckmäßig; vernünftig"eine sinnvolle Einrichtung"

2.für jemanden einen Sinn habend, eine Befriedigung bedeutend"eine sinnvolle Aufgabe"Bedeutet SINN-VOLL also dass etwas nützlich, zweckmäßig oder von Bedeutung ist? Es impliziert, dass etwas einen positiven Zweck erfüllt, vernünftig ist ((“Oh, was für ein SINN-VOLLER Besen?)) oder einen gewissen Wert hat.


Also soll ich diese Fragmente der Zeit, die ich habe, SINN-VOLL nutzen.Soll ich?


Manchmal fühlt es sich an, als wäre mein Tag eine Aneinanderreihung von 15 Minuten. Die Zeit scheint sich aufzulösen. Kaum sage ich PAPP, ist schon wieder 19.00, alle müde und müssen ins Bett. Und kaum sage ich PIPP, ist schon wieder Sonntag, und eine weitere Woche um. Zwischen diesen 15 Minuten Fragmenten hangel ich mich so durch wie Tarzan, und MUSS also auch noch immer wieder meine Zeit nutzen und gut für mich sorgen


UM ZU.


Soso.

 

Zu einer Freundin habe ich vor kurzem gesagt: “Weisst du, mir fehlt manchmal ein ein Zwischenraum. Ein Raum im Dazwischen. Wo ich noch kurz verschnaufen kann, bevor es in diesem rasenden Tempo weitergeht.”

 

Ich weiss nicht, wies dir geht, aber ich will meine Zeit nicht SINN-VOLL nutzen. Ich will sie überhaupt gar nicht nutzen. Sie soll keinen Nutzen oder Zweck erfüllen, die Zeit, die ich habe. Ich will _________

 

ich will einfach SEIN.

 

Und mir nicht ständig überlegen und kalkulieren und optimieren, was ich denn hier noch schneller und speditiver und logischer und also sinnvoller und nützlicher machen kann. Damit ich …

 

ja wozu eigentlich?

So schreibe ich heute auf Instagräm:

FRAGMENTE

also vom migros nach hause und dann direkt einkauf verstauen dann kommen die kids ich hab alle gedanken verloren die ich nicht mal wirklich denken konnte vorher war ich im wald gefühlt viel zu kurz weil ich doch tagelang unter der eiche liegen möchte um mich und diese welt und die fülle zu spüren stattdessen renne ich umher und kämpfe um 2 millimeter raum und so, so soll ich also kunst machen? Fragezeichen


 

Also alles, was ich tue, soll also etwas ausgleichen, mich mit etwas erfüllen, mir etwas bringen, mich erholen damit ich gleich weiterrennen kann, in diesen gefühlten fünfzehnminutenfragmenten. Und dann soll ich also dadurch mehr aus mir herausholen, aus mir schöpfen und Kunst machen die dann wiederum auch einen Zweck erfüllen soll. So?

 

 

Ich weigere mich, Zeit zu nutzen.

Ich will nicht, dass meine Zeit auf den grossen Findlingen, dort im Wald, dort, an diesem verwunschenen Ort, wo ich einfach daliege, auf diesen grossen Steinen die so alt sind wie die Ewigkeit, und mir kalte Tropfen ins Gesicht fallen -

 

ich will nicht, dass diese Zeit einen Zweck erfüllt. Das sie mir etwas SINN-VOLLES bringt.

 

Ich will einfach - auf den Findlingen liegen und basta.

Ohne dass daraus irgend etwas MUSS.

Nein. Ich will die Fragmente der Zeit, die ich habe, nicht mehr möglichst speditiv und sinnvoll einsetzen. Wenn wir die Müdigkeit als Gleichung betrachten, wie sehr macht mich das kalkulieren und speditive nutzen meiner Zeit müde, frage ich mich? Das ständige kalkulieren ((unbewusst, right? Also 45 Minuten Badewanne gleichen 3.3 Std Stress aus. Oder wie? nein!)).


Wenn ich eine Blume frage : hei du, wie gehts, was ist der Sinn davon, dass du so wunderschön violett bist?


Hm. Würde die Blume sich nicht vielleicht ((sehr)) wundern, warum ich ihr diese absurde Frage stelle? Sie IST in ihrem Blumenleben. That’s it. Sie versucht nicht, noch violetter zu sein. Ihr ganzes Wesen ist eingetunt auf ihre Umgebung. Sie IST very much auch das Ergebnis des Ökosystems, das sie umgibt, und steht damit in ständigem Austausch.

Was können wir von der Blume lernen, wenn uns das Nutzen der Zeit und das streben nach dem SINN-VOLLEN vielleicht müder machen, als uns lieb ist?

 

Ich habe gemerkt, dass ich für mich ganz ganz fest diese Zwischenräume kultivieren will und muss. Je mehr ich davon habe, desto weniger stresse ich durchs Haus und suche verzweifelt meine zwei last Braincells. Zwischenräume, die keinen SINN ergeben ((müssen)). Zwischenräume des SEINS. Es geht nicht mal ums auftanken. Weil es einfach mal um GAR NICHTS GEHT.

 

Ich finde es wahnsinnig befreiend, ja geradezu revolutionär, meine Zeit mal nicht nutzen zu wollen. Nicht ständig hier und da und dort noch mehr “aus mir rauszuholen”. Das was da drin ist, das will ich da nämlich gar nicht rausholen. Das will ich schön für mich behalten, für mich pflegen und geniessen und hegen und mich daran erlaben und daran nähren. Ich schütte mich schon zu oft aus, mit all den Verpflichtungen - Muttersein ist wie ein Topf Putzwasser, mit dem du den Boden aufwischst.

 

Ständig fällt der Topf um, weil irgendwas oder wer in dich reinrennt und dich braucht, und du ergiesst und verschüttest dich über dem ganzen Boden. Und dann fragst du dich, warum für dich nichts übrig bleibt.

Du möchtest dieses kostbare ((ehm ja, Putzwasser? lol egal)) gerne

 

FOR YOU

 

haben- aber da wird ständig und ohne Punkt und Komma so viel von dir verlangt, dass du öfter, und ohne dass du es wirklich bemerkst, dich über den Boden ergiesst, und verschüttest, und für dich selbst nichts übrig bleibst. Und so sollst du dann also Kunst machen? Fragezeichen.Und wenn du es schaffst, deinen Putzwasserkübel in Sicherheit zu bringen, zu verschnaufen, aufzutanken.Dann hast du dir diesen Raum erkämpft, du hast ihn organisiert, du hast dazu Braincells benutzt, Anrufe getätigt und Probleme gelöst. Es war ein WEG. Der Raum wurde dir nicht geschenkt. Du musstest ihn dir erkämpfen.

 

Also nein, ich will nicht MEHR aus mir HERAUSHOLEN. Ich will das, was ich habe, bei MIR behalten, für mich behalten.

Ich will einfach SEIN. Ohne Sinn. Ohne für irgendwen irgendwas zu sein. Ohne damit irgendwohin zu kommen. Ohne dass es einen Zweck erfüllen, mich weiterbringen, mich befreien oder whatever the fuck muss.

 

Einfach SEIN um des Seins willen.

 

Was für ein Wert hat also Kontemplation, was für einen Wert hat Introspektion? Was für ein Wert hat ein Zwischenraum? Was für ein Wert hat es, auf einem grossen Stein im Wald zu liegen, und die Tropfen auf den frischen, kalten Backen zu spüren? Wie bedeutsam ist ein Raum, der für uns einfach leer bleibt? Wie bedeutsam ist ein Raum, in den wir tauchen können, und in Kontemplation und Introspektion näher bei uns sein?

Ohne, dass dabei irgendetwas MUSS. Sondern einfach der Begegnungs willen. Einfach schlicht, weil wir dem Raum an sich, dem Sein an sich, die Bedeutung geben? Ohne, das wir NOCH weiter wollen? Der Raum und das Sein also wieder einen bestimmten Zweck erfüllen sollen?


In unserer heutigen Welt sind wir ständig von Reizen bombardiert. Wir sind mit Informationen überflutet, wir haben ständig Termine und Verpflichtungen und wir fühlen uns oft gehetzt und gestresst. In dieser schnelllebigen Welt bleibt uns oft zu wenig Zeit für Introspektion, bleibt uns zuwenig —— Zwischenraum. 


Wir sind oft zu beschäftigt, um uns mit uns selbst zu beschäftigen. Oder wir sind sogar, unbewusst, ganz froh drüber, wie unglaublich beschäftigt wir sind. In die Leere und den Raum eintreten, ohne Absicht und Agenda, kann nämlich auch sehr konfrontativ sein. Wir haben das Gefühl, dass wir immer etwas tun müssen und dass wir keine Zeit haben, uns einfach nur zu entspannen, zu sein und nachzudenken. 


Darüber hinaus kann Introspektion auch unangenehm sein. Wenn wir uns mit unseren eigenen Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen, können wir unangenehme Gefühle wie Angst, Traurigkeit oder Wut erleben. Wir können uns auch mit unangenehmen Wahrheiten über uns selbst konfrontiert sehen. 


Trotz dieser Herausforderungen ist es wichtig, sich Zeit für Introspektion, Zeit für diesen Zwischenraum zu nehmen. 


Hier sind überdies ein paar Inputs, wie du dir einen Zwischenraum, Raum für Kontemplation und Introspektion schaffen kannst:


  • Plane dir Zeit für Introspektion ein. Nimm dir jeden Tag oder jede Woche einige Minuten Zeit, um dich mit dir selbst zu beschäftigen. Du kannst hier auch wirklich Babysteps gehen.

  • Finde einen ruhigen Ort, an dem du ungestört sein kannst.

  • Nichts muss. Du kannst mental und kognitiv tauchen, oder einfach SEIN, deine Wachsamkeit und Sinnlichkeit dich tragen und umhüllen lassen.

  • Und, wenn du magst, beginne mit ein paar Fragen.Was ist dir an anderen Menschen wichtig?Was sind deine Lieblingsbeschäftigungen?Was sind deine Lieblingsorte?Was macht dich glücklich?Was macht dich traurig?Was macht dich wütend?Was macht dich ängstlich?Was sind deine größten Ängste?Was sind deine größten Sorgen?Was sind deine größten Erfolge?Was sind deine größten Misserfolge?

  • Sei geduldig. Introspektion kann eine Zeit des Lernens und des Wachstums sein. Es kann einige Zeit dauern, bis Sie die Vorteile von Introspektion spüren.Diese Fragen können dir helfen, dich selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, was dir im Leben wichtig ist. Du kannst sie mit einem Journal beantworten, aber du kannst sie auch einfach für dich selbst beantworten.

  • Sei ehrlich zu dir selbst. Es ist wichtig, dass du dir selbst die Wahrheit sagst, auch wenn es unangenehm ist.

  • Sei geduldig. Introspektion ist ein Prozess, der Zeit und Mühe erfordert. Du darfst dich diesem Zwischenraum hingeben, dich ihm ergeben ((!!!)). Ohne dass irgendwas geschehen MUSS, die Fragen wirken lassen. Wie wäre es, wenn du allen gesamten verdammten Druck rausnimmst, der da ist, und dir sagt, dass du jetzt irgendwas schlaues über dich herausfinden und verändern musst, dass du überhaupt irgendwas musst, dich verändern, dich optimieren, und eben - deine Zeit sinn-voll nutzen und all das blabla? Was, wenn du dich dem Zwischenraum und Raum für Muse einfach ergibst, und da drin erstmal absolut überhaupt gar rein gar nichts geschehen muss?

  • Sei offen für Neues. Introspektion kann dazu führen, dass du neue und zuweilen auch sehr konfrontative Dinge über dich selbst erfährst.

Introspektion ist eine wertvolle Fähigkeit, die uns helfen kann, ein erfüllteres und glücklicheres Leben zu führen. In einer schnellen und stressigen Welt ist es wichtig, sich Zeit für Introspektion zu nehmen. Sich diese Zwischenräume zu verschaffen.

Die SINN-LOS sein dürfen. Die keinen Zweck erfüllen müssen.

Genau.

Du hast es erfasst.


Es ist ein PARADOX


das ich mit dir über die Leere und den Zwischenraum spreche, und dann wiederum über sinnliche und kognitive Weisen, diesen Raum zu füllen.


Ich glaube, RAUM zu haben, sich ihn zu nehmen, ihn zu beschützen, zu kultivieren und zu pflegen

thats it. 


Und ich glaube, WIE und mit welchen Absichten wir diesen Raum betreten, hat einen riesen Impact darauf, wie wir uns dann im Raum bewegen und was im Raum geschieht.


Schon so vieles MUSS etwas.


Unsere Sexualität MUSS befreit sein damit wir glücklich und moderne Frauen sind ((oder so. Ich improvisiere)).


Die Beziehung zu unseren Kindern MUSS anders sein als die zu unseren Eltern DAMIT sie nicht mit unseren Traumata weiterleben.


Das Kind in uns MUSS also Heimat finden, DAMIT wir glücklich und erfüllt durchs Leben hüpfen.


Das Buch auf unserem Nachttisch MÜSSEN wir lesen DAMIT wir ausspannen und uns erholen.


Das Bild MÜSSEN wir malen und das Buch schreiben DAMIT wir dann reich und berühmt und erfüllt und für immer glücklich sind.


Oder so. Ich bin nicht zynisch. Ich frage mich -Really? 

 

Much LOVE

Elisabeth




Buch Update: vieles davon, was ich heute beschrieben habe, lehrt mich mein Buch. Es ist eine riesen fucking Challenge, und ein grosses Geschenk, dieses Buch zu schreiben. Es ist eine Aufgabe. Ein Calling. Ein Fluch und ein Segen. Es ist ALLES. Und es zwingt mich in die Knie. Ich bin dran und lerne vorallem, mir Zeit zu nehmen. Gut Ding will Weile haben. Eine Buche wächst auch nicht in einem Jahr zu voller Grösse. Schön ist, dass dieses Buch ein Community Effort ist, ich also spüre, dass ich es nicht alleine schreibe. I will keep you posted.)) 


((So eine Art Zwischenraum habe ich diesen Monat in der PussyPower Community gehalten. Wir widmeten uns eine Stunde lang sinnlich und kognitiv der Introspektion. Das ist ein Zwischenraum, in der du Distanz gewinnst und dir, paradoxerweise, näher kommst. Wenn du dies gerne mitmachen möchtest, schreib mir eine Nachricht, und für 33Chf schicke ich dir das Recording.)) 



((ps: gestern, vor allem durch den Wald und das anhören von diesem brillanten Podcast mit April Dawn Harter, wurde mir bewusst, dass meine Solidarität und mein teilen über den schrecklichen Krieg im Nahen Osten performativ und also nicht nachhaltig war. So habe ich mich entschieden, erst dann wieder zu sprechen, wenn es aus einem Raum der Verkörperung kommt, statt aus einem Raum der Panik und Dissoziation kommt. Den Podcast kann ich wahnsinnig empfehlen.)) 



((pps: ich hab auch einen Podcast!!! TIRED SALAD findest du hier. 

 

 

 

 
 
 

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