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Holzspalten und herumrennende Hühner.

  • lisefreedli
  • 23. Dez. 2023
  • 5 Min. Lesezeit

Heihei my dear.

 

Was, wenn du etwas verkaufst, aber kein Schwein will es? Probierst du dann beim nächsten Mal alles mögliche XYZ, damit "es" klappt? Also kausales denken - "ich mache X, dann passiert Y!?!?!"


Spoiler Alert.


You can't trick nature.


Whats supposed to happen.


Happens.

 

Unaufgeregte Langsamkeit.

Unspektakuläre Gelassenheit.

Entspannte Gemütlichkeit.

 

Du kannst in deinem Leben in gewissen Bereichen immer in die selbe Kerbe hauen. Wenn du das Werkzeug ((was du tust)) und die Bewegung ((wie du es tust)) kennst, kann dir dieser Akt Sicherheit vermitteln.

 

Ich sehe mich vor mir. Wie ich hinter unserem alten Forsthaus im Bremgartenwald in Trainerhosen und viel zu grossem Holzfällerhemd am Holzblock stehe, und Scheite spalte.

 

Immer dieselbe Bewegung.

Und dann dieses wunderschöne „glonggg“ oder „glingeling“, wenn die kleinen Anzündhölzer auf den Boden fallen. Die Ansammlung dieser feinen, fast Zündholz dünnen Hölzer am Boden bringt eine grosse Genugtuung mit sich.

 

Immer dieselbe Bewegung.

Glingling.

Glonggggg.

 

So habe ich es in meiner Arbeit gemacht.

 

Klar, ich habe tausend und eine Sache gemacht und ausprobiert, aber doch waren die Bewegung ((Schreiben, Videos drehen, Kurse launchen und verkaufen)) dieselben.

 

Holzhacken ist eine so meditative Angelegenheit. Wenn ich dann fertig war, hab ich die Anzündhölzer eingesammelt, und sie in unserer Stube an der Wand schön aufgereiht. Dann bin ich nochmal durch den Stall hinters Haus gelaufen, und hab das grosse Buchenholz geholt. Ruhig. Zufriedenstellend. Das Holz würde ein Feuer geben, das Feuer würde uns wärmen.

Ich liebe es sehr.

 

Die Art und Weise, wie ich mein Business gestaltet habe, war über lange Zeit nicht unbedingt meditativ.

 

Sie erinnert mich eher an ein kopfloses Huhn, dass im Hof hin und her rennt.

 

Ständig etwas neues machen. Ständig streben, Ziele setzen, weitergehen. Ständig online sein. Ständig den Dopaminhit brauchen. Und es kam ein Punkt, da schwirrte mir nur noch der Kopf, ich hab ständig nach links und rechts geschaut, und mich mit anderen Menschen verglichen.

 

Ich hatte Erfolg. Konnte unsere Miete bezahlen, die Familie ernähren, auf Reise gehen. Ich konnte weiter in diese Kerbe hauen. Das Feuer von meinem Business flackerte, und gab uns warm. Aber ……

 

Es stimmte nicht mehr für mich.

 

Social Media fühlte sich an wie ein nimmersattes Monster, das mich manchmal komplett verschlang. Und obwohl ich teilweise einen gesunden Umgang damit fand, merkte ich, dass es Zeit für etwas neues ist.

 

Dass ich einfach für mich da sein will.

Nicht ständig abgelenkt und auf der Suche nach dem nächsten Ding. Mich hören. Mir Raum und Zeit für mich nehmen.

 

Ich brauchte diese Pause.

Obwohl ich nun wusste, wie Holz hacken und Feuer machen, obwohl Business, Marketing und Verkauf „funktionierten“ war es Zeit für etwas neues.

 

Und jetzt bin ich wieder da. Schreibe meinen Newsletter, bin da für die PussyPower Gruppe, arbeite an meinem Buch, mache ab und zu ein live Video auf Instagräm, arbeite an SELF NATURE.

 

Same same, but very different.

 

Und da kommen wir zu

 

Der Unaufgeregten Langsamkeit.

Der Unspektakulären Gelassenheit.

Der Entspannten Gemütlichkeit.

 

Und weil ich so viel gelernt habe, will ich mit dir teilen, was ich jetzt alles anders mache.

 

Heute Morgen, beim Waldspaziergang, hab ich zu mir gesagt:

 

Schreib einfach. Schreib, was kommt. Zensiere es nicht ((Censorship ist ein Thema in der PussyPower Gruppe, so passend!)), lass es einfach fliessen.

 

Wenn du zu sehr darüber nachdenkst, wie dies und das ankommen könnte, bist du schon wieder biased, dann sind die Worte nicht pur, sondernd schlammig.

 

Teile, was du zu sagen hast.

Wenn du etwas anbietest, schmeiss es rein und sprich darüber.Wer darauf Lust hat, und sich angesprochen fühlt, kommt.Wer nicht, nicht.

Und weiter gehts.

 

Das war ein wichtiges Check In mit mir selbst.

Denn jaja, ich promote ja auch wieder Sachen.

Die Pussy Power Community, ARTISTS SPACE ((am 14.11 wieder)), und bald auch wieder ein 1:1 Raum mit mir.

 

Jaja.

 

Da könnte ich ja schwupp di wupp in die Falle tappen, dass meine Worte schlammig werden, durchzogen von einer versteckten Agenda.

 

Let me be abundantly clear.

 

Ja, ich verkaufe wieder Sachen.

Und JA, ich benutze Worte, um über diese Sachen zu sprechen.

Und JA, es ist toll, über die Sachen, die wir machen, zu sprechen. Wenn wir das nicht tun, weiss ja keine Sau was davon.

 

UND - Worte sind ein Teil davon. Not the whole thing.

 

Die Art und Weise, wie ich schreibe und welche Worte ich benutze, ist viel freier, weil ich nicht mehr das kopflose Huhn bin, sondern gemächlich mein Holz spalte.

 

 

Mal ein konkretes Bild.

Launchen also. Verkaufen also.

Früher hatte ich da ganz bestimmte Ziele.

So und so viele Menschen wünsche ich mir für XYZ Angebot.

 

Heute ist das ganz anders. Ich spreche über das, was für mich wichtig ist, was mich beschäftigt und lasse Menschen wie dich an diesen Gedanken teilhaben.

 

Dann, wenn ich etwas anbiete, spreche ich auch über das.

 

Ich passe aber nicht mehr jedes Wort an, schleife es ab oder verdrehe es ganz, weil es sonst nicht zu meiner Arbeit passt, zu meinem Angebot oder sonstwie Marketingtechnisch ein Schuss nach hinten sein könnte.

 

Auf so eine Zensur habe ich keinen Bock mehr.Also spreche ich über Genuss genauso wie über Geld, über Sichtbarkeit genauso wie über Sinnlichkeit, über Klassismus genauso wie über Kollaboration, über Business genauso wie über Kunst. 

 

Jetzt sind wir eine kleine Handvoll Pussies in der Pussy Power Gruppe, und der Launch auf FB war Smol und unspektakulär. Ich hab an meiner Seite gearbeitet, sie ein paar Mal geteilt, und fertich.

 

Da sind keine 700 Frauen mehr. Da sind keine 700 likes mehr. Da ist so viel weniger Lärm und Dopamin, wenn ich auf der Plattform unterwegs bin.

 

Aber obwohl mein Belohnungssystem den Scheiss  nach wie vor genauso heiss liebt, hat er für mich keine so grosse Bedeutung mehr.

 

Das „berühmt werden“.

 

Das alle mich kennen.

 

Das ich 10000000 Follower habe.

 

Kurz - das ich irgendwo hinkomme, wo ich jetzt nicht bin.

 

Es ist also eine unaufgeregte Zufriedenheit.

 

Im Live am Dienstag Morgen sind wir meistens so drei vier Frauen. That’s it. Und weisst du was? Diese Stunde am Morgen liebe ich so sehr. Sie ist wohltuend und nährend. Sie ist unaufgeregt und tief.

 

Ja, in meiner Modalität hat sich still und leise eine unaufergte Langsamkeit eingeschlichen, die mir so gut tut.

 

Also frage ich dich -

 

Wo hetzt du in deinem Schaffen rum?

 

Was, wenn du einfach das nährst, was du hast?Was, wenn du einfach dem folgst, was dir Freude machst?Was, wenn du dir davon mehr erlaubst?Was, wenn du einfach einen Schritt nach dem anderen gehst?

 

Prüfst, welche Dinge an deiner Arbeit dir richtig viel Freude machen, und dann diese vertiefst, und den Rest minimierst, oder sogar ganz weglässt?

 

Deine Kunst, dein Business, es darf langsam und stetig wachsen wie eine Buche. Diese wächst nicht in einem Tag, nicht in einem Jahr, nicht in drei.

 

Sie braucht Dekaden. Und ihre Wurzeln sind tief.

 

Ach. Ich könnte jetzt stundenlang weiter über Buchen sprechen. Aber heute hab ich mir den Permission Slip für einen halblangen Newsletter gegeben- das kam beim check-in auch raus.

 

Wieviel Kunst kreiert eine Perfektionistin?

 

Äbä.

 

Um nochmal an den letzten Newsletter anzuknüpfen

 

Slow and steady wins the race.

 

Wo darfst du dir mehr Unperfektheit erlauben?

 

Wo würde dir eine „fuck it just do it“ Attitude gut tun?

 

Wo hast du noch eine Karotte vor deiner Schnauze, der du ständig hinter her rennst, wie ein Esel?

 

 

Du darfst deine Kunst DIR und deinem Potential anpassen. Du darfst dein Business DIR anpassen. Nicht umgekehrt.

 


 

Was ist dir wirklich wichtig? Welche neuen Projekte willst du ablehnen, wofür hast du ein NEIN, und worauf hast du wirklich Lust?

 

 

Äbä.

 

Make your business work for you.

Make your Art work for you.


Not umgekehrt.

 


.

.

.

.

.

Und genauso, wie ich diese Mail geschrieben hab

 

((Am Morgen entworfen. Dann Writers Block wegen Perfektionismus. Dann wieder hingesetzt mit dem Credo: fuck it just do it))

 

genau so könnte es doch sein, das es vielleicht genau diese Erlaubnis ist, die dein Gehirn braucht, um genau das zu produzieren und umzusetzen, was bis jetzt noch blockiert ist // war. 

 

Gudi?

Gudi.

 

Much LOVE

Elisabeth

 

 

((Ich bin bald am Ende mit Pieces Of Britney, dem Podcast über Britney Spears. Und im Sommer hab ich mir die Doku über Pamela Anderson angeschaut. Hier zu sehen. Und dann, spaziert diese wunderbare Frau ohne Make Up über die Fashion Week. Und ich sehe ein kurzes Reel von Vogue.Germany, sie strahlt, sie erzählt, dass sie viel mehr Zeit hat, durch Paris zu spazieren, weil sie nicht 2-3 Stunden in Hair & MakeUp verbringen muss. Und ich weiss nicht —— dieser andere Blick auf Popstars der 90’s und 00’s, den Geschichten dieser Frauen zu lauschen hat auf mein Teenie Ich eine heilende Wirkung.

Ah und hei, es gibt auch eine Doku über Frauen im Rap! Bin noch nicht durch, aber bis jetzt mega toll.))

 

((jetzt dieses Lied. Wer kennts?))

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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