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Marina Abramovic, Raum & 5dl Zitronenwasser

  • lisefreedli
  • 23. Dez. 2023
  • 1 Min. Lesezeit

Über Mut, Abläufe und Räume.


Heihei my dear.Zuerst sprechen wir über Marina Abramović. Oh my gawwwwd, ich liebe sie. Sie ist eine ongoing Inspiration und Quelle der Kraft für mich.Da sind Träume, die ich träume, die ich mir vielleicht einfach noch nicht zutraue, und manchmal fühlt es sich an, als würde sie mir ins Ohr flüstern:go. Tu es.Trau es dir zu.Auch wenn dich niemand versteht. It doesn't matter. Do it.Anyway. Ich schweife ab.Dann gibt es News über SENSUAL SOIRÉ, ARTIST SPACE, und das Neujahres Retreat in den Bergen mit Rivka Wyler und mir ((und dir?)).Plus chli Popculture am Schluss. Und du kannst dich für die PussyPower Gruppe für Dezember anmelden. Und even MORE spannende Updates zur PussyPower Gruppe!Lot's to tacco bout. Wie immer. Lies diesen Newsletter am besten in einem ruhigen Moment. K? Gudn.-------------------------------------------------------------Let me tell you the story of Marina Abramović.Wofür sind wir überhaupt da, wenn wir nicht alles wagen?Warum sollten wir uns nicht alles und mehr zutrauen?Warum sollten wir Kompromisse machen?Geht es nicht  darum, neugierig zu sein, und dem, was uns eben gwundrig macht, zu folgen? Marina Abramović ist eine der bekanntesten und einflussreichsten Performance-Künstlerinnen der Welt. Ihre Arbeiten sind oft körperlich und emotional herausfordernd und erforschen Themen wie Schmerz, Intimität und Spiritualität. In den letzten zwei Jahren habe ich mich immer wieder mit ihr auseinandergesetzt. Sie beeindruckt mich sehr.

Abramović wurde 1946 in Belgrad, Jugoslawien, geboren. Sie begann ihre künstlerische Laufbahn in den 1970er Jahren und entwickelte schnell einen einzigartigen Stil, der sich durch seine Intensität und Risikobereitschaft auszeichnete.

Eine ihrer frühesten und bekanntesten Performances ist "Rhythm 0" ((1974)).

Die Performance "Rhythm 0"

Die Performance "Rhythm 0" war eine der frühesten und bekanntesten Performances von Marina Abramović. In dieser Performance stellte Abramović sich 6 Stunden lang 72 Objekten zur Verfügung, die von harmlosen Gegenständen wie Blumen bis hin zu gefährlichen Waffen reichten.

Das Publikum war eingeladen, mit den Objekten nach Belieben umzugehen, und Abramović unternahm keinerlei Widerstand.

Die Performance war ein Experiment mit Gewalt und Macht. Abramović wollte untersuchen, wie weit Menschen gehen würden, wenn sie die Macht hätten, mit jemandem zu tun, was sie wollten.

Die Performance war ein Erfolg, aber auch ein Skandal. Abramović wurde von Besuchern mit Messern und Peitschen bedroht. Sie wurde auch mit Blumen und Zärtlichkeit bedacht. Am Ende der sechs Stunden hatte sie ein graues Haar auf ihrem Kopf entdeckt.

Abramović sagte später, dass sie in der Performance "den Tod geschmeckt" habe. Sie habe sich "wie eine Puppe" gefühlt, die von den Besuchern benutzt wurde.

Die Performance "Rhythm 0" war ein Meilenstein in der Karriere von Marina Abramović. Sie war eine provokative und herausfordernde Performance, die die Grenzen der Kunst sprengte.

Marina Abramović und Ulay waren 12 Jahre lang in einer romantischen Beziehung und arbeiteten zusammen an einer Reihe von Performances, die sich mit Themen wie Liebe, Schmerz und Vertrauen auseinandersetzten.1988 beendeten sie ihre Beziehung mit einer 90-tägigen Wanderung entlang der Chinesischen Mauer. In "The Lovers" (1988) gingen Abramović und Ulay 3.000 Kilometer entlang der Chinesischen Mauer, um sich am Ende zu trennen. Abramović und Ulay begannen an entgegengesetzten Enden der Mauer zu laufen und näherten sich langsam an. Nach 2500 Kilometern trafen sie sich in der Mitte der Mauer und umarmten sich. Dann trennten sie sich wieder und gingen in entgegengesetzte Richtungen zurück.Die Wanderung war ein Meilenstein in der Karriere von Abramović. Sie brachte ihr internationale Anerkennung und machte sie zu einer der bekanntesten Performance-Künstlerinnen der Welt.

Abramovićs Arbeit hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Performance-Kunst gehabt. Sie gilt als eine der Wegbereiterinnen dieses Genres und inspiriert bis heute KünstlerInnen auf der ganzen Welt. 

The Artist Is Present

Eine ihrer bekanntesten Performances ist "The Artist Is Present" ((2010)). In dieser Performance saß Abramović 736 Stunden lang auf einem Stuhl in der Mitte des Museum of Modern Art in New York. BesucherInnen konnten sich ihr gegenübersetzen und ihr in die Augen schauen, während sie stundenlang regungslos saß.Mich berührt und beeindruckt, wie Marina mit Präsenz spielt, mit Raum und minimaler Intervention. Sie sagt in einem Interview, dass sie am Anfang alle möglichen Utensilien für ihre Performances brauchte, auch, um mit ihrer Unsicherheit umgehen zu können. Je älter sie wurde, desto mehr liess sie Dinge aus, und spielte mitNICHTS.Präsenz - Raum.

Die Performance wurde ein internationaler Erfolg und zog über 850.000 Besucher an. Sie wurde auch in einem Dokumentarfilm mit dem Titel "The Artist Is Present" festgehalten. 

Abramović sagte später, dass sie in der Performance "alles gegeben" habe. Sie sei "bis an ihre Grenzen gegangen" und habe sich "sehr verletzlich gefühlt".

Die Performance "The Artist Is Present" war ein einzigartiges und bewegendes Erlebnis für die BesucherInnen. Sie war ein Beweis für die Kraft der Kunst und die Fähigkeit der Kunst, Menschen zu verbinden.

 

Von "The Lovers" zu "The Artist Is Present

Ulay und Abramović hatten sich 1976 kennengelernt und waren bis 1988 zusammen. Ihre Performance, "The Lovers" war auch eine Art Liebeserklärung. Oder in Ulays Worten:"The Lovers war auch eine Herausforderung an die Grenzen der Kunst. Wir wollten zeigen, dass Kunst nicht nur in einem Museum oder einer Galerie stattfinden kann, sondern auch in der realen Welt."

"The Lovers" ist eine Performance, die die Themen Liebe, Verlust und Trennung untersucht. Die Performance ist auch ein Symbol für die Grenzen der Kunst und des menschlichen Körpers.

Die Performance wurde von vielen als ein bewegender Moment interpretiert. Sie zeigt die Kraft der Liebe und der Kunst, aber auch die Zerbrechlichkeit von Beziehungen. Bis heute wird The Lovers diskutiert, und interpretiert. Sie ist ein Beispiel für die Kraft der Performancekunst, Emotionen und Gedanken zu berühren und zu bewegen. 

Marina Abramović ist eine Künstlerin, die Grenzen überschreitet. Ihre Arbeit ist provokativ und herausfordernd, aber auch tiefgründig und berührend. Sie ist eine Pionierin, und was ich besonders an ihr mag, ist ihre unbändige, aufrichtige Neugier, die sie bis heute hat.Sie ist eine Inspiration für KünstlerInnen auf der ganzen Welt und hat einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Performance-Kunst gehabt. 

Die Trennung von Marina Abramović und Ulay

Marina und Ulay arbeiteten eng zusammen und schufen zahlreiche Performances, die sich durch ihre Intensität und Risikobereitschaft auszeichneten.

Die Beziehung zwischen Abramović und Ulay war jedoch auch von Spannungen und Konflikten geprägt. Beide waren extrem ehrgeizig und wollten ihre eigene künstlerische Vision verwirklichen. Dies führte zu immer mehr Streitereien und schließlich zur Trennung.

Die Trennung war für beide Künstler ein schwieriger Prozess. Abramović sagte später, dass sie sich "wie eine Leiche" fühlte. Ulay zog sich nach Australien zurück und arbeitete dort an neuen Projekten.

Die Begegnung in "The Artist Is Present" In "The Artist Is Present" trafen sie sich wieder, nachdem sie sich jahrelang nicht gesehen hatten. Dieser Moment der Wiederbegegnung hat mich sehr berührt. Marina erzählt später auch, wie sehr Ulay für sie ein Kumpane, ein wirklicher Freund gewesen sei. 12 Jahre hatten sie zusammen in einer Radikalität, Liebe und Entschlossenheit immer wieder mutig Kunst gemacht, Grenzen getestet und sind über sie hinaus gegangen. 

In The Artists Is Present saß Abramović 736 Stunden lang auf einem Stuhl in der Mitte des Museums. BesucherInnen  konnten sich ihr gegenübersetzen und ihr in die Augen schauen, so lange sie wollten.

 

Marina Abramović ist inspirierend, weil sie eine Künstlerin ist, die sich nicht scheut, Grenzen zu überschreiten. Sie ist bereit, sich selbst und ihre Kunst auf die Probe zu stellen, auch wenn dies bedeutet, dass sie sich verletzlich macht. Und wenn sie etwas macht, dann gibt sie alles, mit vollem Einsatz ihres Körpers. Sie macht keine Kompromisse, und alles, was sie macht, geschieht mit Hingabe und Liebe. Das beeindruckt mich sehr.

Ihre Performances sind oft körperlich und emotional herausfordernd. Sie erforschen Themen wie Schmerz, Intimität und Spiritualität. Abramović möchte mit ihren Performances das Publikum zum Nachdenken anregen und es zu neuen Erfahrungen führen. 

Sie ist eine starke und unabhängige Frau, die sich ihren eigenen Weg durchs Leben gebahnt hat. Sie ist eine Vorbild für viele Menschen, die sich in ihrem Leben verändern und wachsen wollen.

 

Hier sind einige Fragen, die dir dabei helfen können, mutiger und radikaler in der Kunst und in deiner Arbeit zu sein:

  • Was sind deine Grenzen? Worauf würdest du dich nie einlassen? Worauf bist du bereit, dich einzulassen?

  • Was ist dir wichtig? Was möchtest du mit deiner Kunst // deiner Arbeit erreichen?

  • Was ist deine Vision? Was möchtest du mit deiner Kunst// deiner Arbeit verändern?

  • Was ist deine Angst? Was hält dich davon ab, mutiger und radikaler zu sein?

  • Was ist dein Ziel? Was möchtest du erreichen, wenn du mutiger und radikaler bist?

 

Diese Fragen können dir helfen, deine eigenen Gedanken und Gefühle zu erforschen. Sie können dir dabei helfen, deine eigene Vision für deine Kunst und deine Arbeit zu entwickeln. Und sie können dir dabei helfen, mutiger und radikaler zu sein.Sich die Zeit zu nehmen, und sich zu fragen: warum tue ich, was ich tue? Und - für was tue ich es?..... 

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Die Sonne geht unter, die Lichter werden gedimmt, und die Musik beginnt zu spielen.


Du fühlst dich entspannt und wohl, als du dich in deinem bequemen Sessel zurücklehnst, und an einem meeeega feinen heissen Tee nippst. Vielleicht hast du Honig in den Tee gerührt. Er schmeckt süss und umarmt dich innerlich.



Um dich herum sitzen andere Menschen, die ebenfalls bereit sind, den Jahreswechsel zu feiern.



Es ist ein stiller, besinnlicher, sinnlicher Raum.



Nur für dich.



Ich lade dich herzlich ein zu 


SENSUAL SOIRÉE -


A Celebratory Zoom Gathering for Endings & Beginnings



16. Dezember, 18.00 bis 21.00


Online In Zoom.


Hier registrieren.



Wähle zwischen 43 bis 63 Chf.




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ARTIST SPACE

 

Die neuen Daten sind da! Jeweils am ersten Dienstag des Monats treffen wir uns, um für zwei Stunden zu kreieren. Lies hier mehr.Um dabei zu sein, registriere dich bitte.Ich freue mich auf dich.

 

Das sind die Daten. 

12.12.2023 // 16.1.2024 // 13.2.2024 // 

19.00 - 21.00.....


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Ich glaube, eine der schwierigsten Herausforderungen in der kapitalistischen Welt als Mutter, Künstlerin, als Rebel With A Cause und Selbstständige



ist es



mir RAUM zu nehmen.



Und ich glaube, dass uns Rituale und Übergänge oft fehlen, um, wie wir in Berndeutsch so schön sagen: öpis hei z tue.



Wenn dir etwas passiert ist, dass du noch nicht ganz verstanden und integriert hast, dann nennen wir das in Berndeutsch so:



I has no gar nid chönne hei tue.



Ich konnte es noch gar nicht nach Hause tun.



Und ich glaube, Rituale, bzw. das fehlen davon, tragen viel dazu bei. Weil uns durch fehlende Rituale auch der Raum fehlt, öpis hei z tue.



Das Leben besteht aus ständigen Übergängen. Es beginnt und endet mit einem.


Sich Raum nehmen, um diese Übergänge bewusst wahrzunehmen, einen Schritt zurück machen, innere und vielleicht auch äussere Distanz gewinnen, um äbä, öppis hei z tue - das ist so bereichernd. Das kreiert einen freien, leeren, klaren inneren Raum.



Seit Mitte Oktober arbeite ich an meinem Buch.


Jeden Morgen klingelt mein Wecker um 5.30.


Es ist noch dunkel um diese Zeit, und ich will immer unbedingt liegen bleiben. Aber ich bin fucking entschlossen, dieses Buch zu schreiben. Und das lässt mich jeden Morgen aus dem Bett, naja, nicht immer springen. Aber ich schaffe es. Und stehe auf. Meist liegt ein warmes, weiches Kindlein neben mir, dass sich in der Nacht in mein Bett geschlichen hat.



Was danach kommt, ist der immer selbe Ablauf.



Ich stehe auf.


Gehe runter in die Küche ((trippel trippel, zwei Stockwerke runter)).


Ich koche einen halben Liter Wasser, und während der Wasserkocher zu blubbern beginnt, ist Frau Friedli erstmal auf dem Klo.



Dann presse ich eine halbe Zitrone in mein grosses, 5dl Ikea Glas.


Fülle dieses zu 3/4 mit heissem Wasser.


Füge 1/4 kaltes hinzu



Und ((trippel trippel, zwei Stockwerke hoch)) gehe wieder in mein Zimmer, dass bei uns unter dem Dach ist. Ich zieh mir kurz was gemütliches über. Meist Trainerhosen und ein Pulli.



Dann stelle ich den Pc an, schalte Zoom ein. Das Licht auf meinem Tisch ist meist gedimmt ((weil schlafendes Kind im Bett UND weil ich es gemütlicher finde)).



Und dann kommt Rivka in den Zoom Raum, und seit drei Wochen auch meine Schwester. Rivka und ich schreiben an unseren Büchern, Gri produziert mit Ableton Musik.



Es ist ein simpler Raum.



Die erste, einzige und wichtigste Regel:



wir reden nicht.


Screen on oder off.


Und dann sind wir zu dritt. Jede am kreieren. 


((so machen wir das auch bei ARTIST SPACE :-) ))



Unsere Katze kommt meist auch dazu und setzt sich auf den Tisch.


Bevor ich an meinem Buch schreibe, und damit mich der Writers Block nicht erschlägt, nehme ich aus meinem weissen Schubladenmöbeli zwei Tagebücher hervor. Das eine ist ganz klein, es ist schwarz, mit einem harten Einband. Dies ist mein Dialog mit meinem Buch.


Und das andere ist ein blaues, ein grosses Notizbuch. In der Schweiz ein Klassiker, weil wir sie auch in der Schule benutzen.



Dort schreibe ich zuerst händisch rein. Einfach, um in den Schreibflow zu kommen.


Ab und zu teilen wir im Chat Musik, die wir gerade hören. 


Oder sagen hallo und bye oder "Hei so schön dass ihr hier seid".



Und dann wird getippt. 



Jede Morgen derselbe Ablauf.



Rituell.



Da gibt es nichts zu entscheiden.


Abzuwägen.


Mental zu debatieren.



Das ist in Stein gemeisselt und basta.



Klar hab ich schon verpennt.


Klar hab ich schon meeeeeega gestruggelt. 



Das gehört alles dazu.



Und jetzt laden Rivka und ich dich zu einem magischen Retreat über den Jahreswechsel ein.



Eine Kreativ-Auszeit vom 23. Dezember bis 19. Januar. Die erste Woche ist bereits ausgebucht. Du kannst hier mehr lesen und dich anmelden. Antworte bei Fragen einfach auf diese Mail.


Ich werde nicht die ganze Zeit anwesend sein. Die genauen Daten, wann ich dort bin, werden noch bekannt gegeben.




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