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Was ist der Startingpoint?

  • lisefreedli
  • 4. Okt. 2023
  • 8 Min. Lesezeit

Über Impulse und deren Herkunft.


Was ist der Startpunkt von einem Projekt?

Was ist der ursprüngliche Impuls, und kommt dieser aus einer Reinheit, aus Klarheit, oder ist er madig, schlammig, verdreckt, weil dahinter ((versteckte)) Agenden stecken, die uns vielleicht nicht bewusst sind?

Vor ein paar Tagen war ich mit einer Nachbarin spazieren. Ein wunderschöner Herbstnachmittag. Ich sass den ganzen Tag am Pc wie eine Verrückte, und hab mich sehr auf die Abendsonne und den Wald gefreut.

Und at some point haben wir über Ablehnung und Selbstliebe gesprochen. Und ich hab meiner Nachbarin, let’s call her Linda, erzählt, dass ich sehr lange „an mir arbeiten“ wollte, „meinen Scheiss anschauen“, lieber mit mir sein, mehr Selbstvertrauen haben.

Dieser Impuls kam aber nicht aus einem Liebesbekenntnis mir selbst gegenüber.

Sondern aus einem Raum von Schmerz, aus der Verletzung die sagt: du bist falsch und musst anders sein.

Das war also der Startingpoint.

Er war also madig, schlammig, und die Agenda dahinter war mir nicht bewusst.

Ich dachte: ich werde jetzt besser! Ich werde die beste Elisabeth!

Am 25. September startete auf Facebook die neue PussyPower Gruppe.

Und als die ersten Anmeldungen reinkamen, habe ich mir über den Startingpoint der alten Gruppe Gedanken gemacht.

Der Startingpoint war - eine Marketingstrategie.

Ich war in einem Business Kurs, und dort wurde uns alles mögliche über Marketing und Sales erzählt, das ich heute sehr kritisch betrachte.

Der Startingpoint war:

Menschen in die Gruppe holen, um ihnen etwas zu verkaufen.

Und hei, don’t get me wrong. Ich liebe Marketing.

Marketing im Potential ist, Beziehung, Togetherness, Zusammensein, Kollaboration und vieles mehr.

Ich habe also Friends aus diesem Business Kurs eingeladen, und ein paar Menschen die ich bereits kannte. Das waren die ersten 30, 40 Menschen im Raum.

Und so habe ich mich in Sichtbarkeit geübt.

Und in verkaufen.

So vieles ausprobiert, und ich hatte grossen Spass dabei.

Und lange, sehr sehr lange ((I’m talking YEARS!!), war die Gruppe …. Still.

((Sie hiess übrigens zuerst „Zeit für dich“, danach „Sisterhood Posse“ ))

Etwas kreieren heisst, entscheiden.

Was füge ich hinzu, was lasse ich weg?

Wir arbeiten in unserem stillen Kämmerlein an unseren Projekten, und zeigen sie dann der Welt.

Das ist so unglaublich —— verletzlich.

Die Welt kann mit unseren Kreationen dann machen, was sie will.

Sie kann sie zerreissen, kritisieren, sie lieben, sich daran erfreuen.

Dieser Fakt ist eine Challenge UND eine Befreiung.

Denn unsere Kreationen gehören uns nicht, wir sind sie nicht, sie sind weder unser wahres ICH noch unsere Identität ((!!!)).

Sondern einfach

Eine Form

Im ewigen „Leben - Sterben - Leben - Sterben“ Zyklus ((hello Clarissa Pinkola Estes :-) ))

Sich also nicht zermürben, ständig darüber nachdenken was wir alles hätten anders machen können.

Kreieren.

Kompostieren.

Neuanfang.

Sterben.

Und wieder von vorne.

Mich aus FB zurückzuziehen war enorm konfrontativ.

Eine Befreiung einerseits. Und eine ((lol!!)) - Identitätskrise? Schafffenskrise? Was mache ich, wenn der Dopaminhit ausbleibt? Wenn ich nicht ständig DA bin, mich zeige, und eine Antwort auf meine Kreationen erhalte?

Und gleichzeitig eine Re-naissance.

Eine Wiedergeburt.

Ein MICH hören.

Feinschliffen.

Präzisieren.

Ich habe die Stille und den Raum gebraucht.

Die Kommunion mit der Natur in stundenlangen Spazgiergängen im Wald.

Nicht daran denken - was soll ich für die anderen tun?

Sondern was ist da in mir?

Was ich vielleicht vernachlässigt hatte? Was Raum braucht?

Über die Jahre ist die Gruppe gewachsen, und so richtig in Fahrt kam sie gegen 2020. Meine Signatur wurde klarer, und mir wurde mehr bewusst, wie ich den Raum halten will, und wie nicht.

Meine klarere Frequenz spiegelte sich auch in den Pussies, die in „meinen“ Räumen waren.

Ich hatte das Gefühl, wirklich in dieser Community angekommen zu sein.

Da waren Künstlerinnen, Rebels, Performerinnen, Autorinnen, Aromatherapeutinnen, Kräuterhexen und all in all Badasses.

Je mehr wir also unsere eigene Signatur zum Ausdruck bringen, desto mehr kommen Menschen in unser Leben, die dies wiederspiegeln.

Ein Nachhausekommen also.

Dass die Gruppe so lebendig und einzigartig war, hat zwei Gründe:

  • Die Kultur der Gruppe, dessen Grundton ich vorgegeben und den Raum dafür gehalten habe

  • All die Pussies, die mit mir diesen Raum kultiviert haben.

Jahrelang war die Gruppe eine one-woman-show. Selten wurde was gepostet. Kommentiert wurde häufig, aber der Raum war bei weitem nicht so kollaborativ und lebendig, wie zum Schluss.

Und dann kam mehr und mehr Finetuning, präzisieren und Feinarbeiten bei mir.

Wahrhaftig sein und auf meine Signale zu hören, ist für mich nicht verhandelbar. Das ist nicht einfach. Denn im Frühling 2022 lief alles wunderbar. RADIANT PUSSY ging gerade zu Ende, die PussyPower Community hat pulsiert, verkaufen war für mich keine Panikattacke mehr, sondern Gespräche auf Augenhöhe, mit Menschen denen ich auf Augenhöhe begegnete -

Und doch.

Ich spürte so fest, dass ich Raum für mich brauche.

Und dass ich diese innere Stimme nicht überhören kann, wenn ich wahrhaftig und in Integrität leben will.

Das ist nicht immer leicht.

Facebook zu verlassen war nicht leicht.

((Äbä. Hello dopamine Entzug!)).

Die Gruppe Anfang Jahr so zu schliessen, war ein wichtiger Break für mich.

Mir diese Zeit zu nehmen, war für mich und meine Arbeit als Raum Halterin unglaublich wichtig.

"Where you start, is where you end" - dieses Prinzip habe ich studiert, und mir darüber so viele Gedanken gemacht.

Woher kommt ein Impuls? Was ist der Starting Point von einem Projekt? Und was für ein Impact hat dieser ursprüngliche Funke, dieser erste Impuls, auf den Verlauf von diesem Projekt?

Gehst du mit deiner Freundin essen, weil du ein schlechtes Gewissen hast?

"Ich sollte XYZ mal wieder treffen."

Oder gehst du mit ihr essen, weil da ein tiefer, heartfelt Wunsch ist, mit ihr Zeit zu verbringen?

Launcht du diesen Kurs, weil du denkst "ich sollte doch!" - oder weil du wirklich etwas teilen willst?

Dieser Starting Point entscheidet, wie das Projekt verläuft.

Und der Starting Point der Pussy Power Gruppe war ein Marketing und Business Kurs, den ich 2017 besucht habe.

Und über die Jahre hat sich der Raum gefüllt, mit ganz vielen Menschen die gar nicht wirklich DA waren, die gar kein richtiges Bekenntnis für diese Community und den Raum hatten.

Das war für mich nicht mehr stimmig.

Das hat für mich spürbar den Raum neblig , schlammig, messy gemacht.

Für mich war einfach spürbar, dass ich den Raum klären will. Aufräumen. Decluttering. Neustart. YEAH!

Ich hab mir diesen Reset, diesen Frischen Start gewünscht, um den Raum wieder frei und klar zu betreten und zu gestalten.

Und ich habe gespürt, wenn ich so weiter mache, dann gebe ich nicht aus vollem Herzen, sondern ich werde dem Raum als Raum-Halterin nicht mehr gerecht. Und die PussyPower Gruppe hat das nicht verdient.

Denn so ist es mit unseren Herzensprojekten. Sie sind gewissermassen grösser als wir selbst. Wir gestalten sie, wir geben ihnen eine Form, aber sie gehören uns nicht, sie sind ein eigenes Wesen - und wenn wir das handeln können, wenn wir uns nicht an diese Kreationen anhaften wie ein klebriger Kaugummi, dann macht uns das künstlerisch frei.

Und jetzt ist es Zeit, frisch und neu den Raum auf FB zu gestalten.

Was wir gemeinsam aufgebaut haben, ist beschenkt und gestaltet von unzähligen Mutigen Pussies, die sich gezeigt haben. Die den Mut hatten, Raum einzunehmen, die DA waren ((hello beloved stille Mitleserin)), und I salute all of you!

Und in der Zeit, als wir auf Telegräm weiter gemacht haben, habe ich immer wieder in mir drin dieses JA

Dieses

FUCK YESS

Für unsere Community gespürt.

Den Ruf, den Raum neu zu halten. Wieder DA zu sein.

So viele Pussies, die ich vermisst habe :-)

Und in diesem JA war eine Frische, eine Klarheit, eine Dringlichkeit.

Denn es ist so- ich habe mit mir einen Pakt geschlossen.

Das ich nur dann handle, wenn ich einen tiefen, heartfelt Impuls fühle, zu handeln.

Nicht dann, wenn ich denke: das könnte sich gut verkaufen.

Das hat funktioniert.

Das wäre toll.

Das sollte ich machen.

Das machen jetzt alle, dann sollte ich wohl auch.

Mir also viel Raum für Stille nehmen, um diese Stimme präziser zu hören.

Diese Stille wirklich in meinem Alltag priorisieren.

Nicht dann, wenn ich mich gut fühle, Zeit „habe“, alles erledigt ist.

Sondern als erstes

Still sein.

Tag für Tag.

((Lange waren das immer circa 30 Minuten morgens um 8. Jetzt ist es eine Mischung aus -auf 10 zählen. Mich hinsetzen und in die Luft bläääääterle. Timer auf 10 Minuten stellen und mich hinlegen. Mal so, mal so.))

Und das hiess für eine unendlich lange Zeit - nichts tun. Das aushalten. Aushalten, dass ich mich nicht definieren kann darüber, was ich TUE. Sondern zu SEIN.

Nehmen wir an, du möchtest eine Band gründen.

Du möchtest unbedingt den Bass spielen.

Bei der ersten Probe taucht eine unglaublich gute Bassspielerin auf.

Für alle ist klar - SIE spielt den Bass.

Du traust dich nicht, dafür einzustehen, dass DU den Bass auch soooo gerne spielen möchtest.

Du traust dich nicht, die Spannung auszuhalten, wenn du das aussprechen würdest.

Nehmen wir an, du würdest dich anbieten, die Gitarre zu spielen.

Und es wäre ok.

Aber eine Gitarre —— ist kein Bass.

Deine Bedürfnisse wären in dieser Gleichung nicht integriert, nicht inkludiert.

Wie gerne würdest du in der Band spielen? Wie lange würde es gehen, bis dein Hals so dick ist, dass du in einer völlig banalen Auseinandersetzung plötzlich komplett explodieren würdest?

Wäre dieses Projekt auf lange sich befriedigend und erfüllend für dich?

Und die Inklusion von meinen Bedürfnissen nicht aufopfern((!!!)) —— auch das gehört zu meinem Pakt.

Und die Bedürfnisse vom Gegenüber zu inkludieren —— das ist so wichtig in jeder Beziehung, in jeder Kollaboration.

Zu schauen:

Hei ich bin die, ich wünsche mir das und das.

Hei, und ich bin die, und ich kann dir das und das geben.

Ok. Stimmt überein?

Nein.

Hm.

Können wir etwas anpassen?

Bist du, oder bin ich, irgendwo flexibel? Oder gibt es gewisse dinge, die umverhandelbar sind?

Mit Neugier können wir die Überschneidung suchen, den Ort, an dem wir beide Übereinstimmen, und davon ausgehend unsere Kollaboration gestalten.

Und darum ist die neue Gruppe nicht kostenlos.

((Zu passiv aggressivem Geben ein anderes Mal mehr!)). Denn wäre sie wieder kostenlos, würde ich mich nicht inkludieren.

Wenn ich den Raum öffne, ihn halte, und einen Dicken Hals bekomme weil ich so viel unsichtbare Arbeit rein stecke, und meine Rechnungen nicht bezahlen kann —— gebe ich dann frei, voll, und weil ich will, oder wird mein Geben und Halten und Gestalten passiv aggressiv?

In diese weiblich konditionierte Kerbe will ich nicht mehr reinhauen. Auch wenn mir die Entscheidung von einem monatlichen Betrag zwischen 13Chf und 100Chf alles andere als leicht fiel.

Und ich weiss, auch aus Rückfragen an die Community, dass das für viele ein Dealbreaker ist.

Dass sie so nicht Teil der Gruppe sein wollen. Dass es da keine Überschneidung gibt.

Und so ist es mit klaren Entscheidungen.

Manchmal kann man sich erst über etwas klar werden, wenn das Gegenüber klar positioniert.

Dann kann man sich auf diese Position beziehen, und sagen -

Das stimmt für mich.

Oder

Das stimmt für mich nicht.

Alles ist ein kollaborativer Effort.

Ist das nicht wunderschön? Wir finden die Antworten nicht alleine.

Sie finden uns.

Durch einander.

Mit einander.

Und wenn ich dann online bin, und so viele Pussies sehe, wie sie Raum einnehmen, sich zeigen und sich nicht mehr verbiegen, dann weiss ich - die Community lebt. Sie pulsiert.

Als Starting Point also eine neue PussyPower Gruppe auf FB. Frisch, rein, klar, NEW! ((und doch nicht ;-) )) Mit Pussies, die wirklich DA sein wollen, Teil der Community. Und nicht 300 alten Profilen von Menschen, die keine kennt und die gar kein JA mehr für die Community haben. Mit einem klaren Kurrikulum Ein RAUM für dich, für UNS. JA! Ich freue mich unglaublich darauf. Ich habe eine längere Zeit des aus-haltens hinter mir - keine Klarheit, kein klarer Impuls, clouded, verschwommen, unklar. Das war manchmal so fuckining.annoying und schwierig, auszuhalten- und gleichzeitig auch.... habe ich Demut gespürt. Und RAUM. Das Wissen, das ich Prozesse nicht beschleunigen kann, das erstärkende Gefühl von "alles geschieht in einem universellem Timing, und DAS habe ich nicht in der Hand, ich darf es abgeben, ich darf "es gsorget gä". Das hat mich entspannt. Also Spannung - Entspannung - den Gap halten. Und dann. Plötzlich - hat es BOOM gemacht. und ALLES war da. Jede Information die ich brauchte, die Kraft und Schärfe des Mental Körpers, es umzusetzen, und eine riesen riesen Portion FREUDE. Universales Timing. Plötzlich sind Dämme geborchen, und so vieles konnte in unglaublicher Geschwindigkeit klar entschieden werden.


Und jetzt mache ich hier Schluss.

Talk soon.

Much LOVE Elisabeth

.

.

.


Edit: du findest mehr Infos zur Pussy Power Gruppe hier . Dort kannst du dich auch anmelden.


Beitreten ist wieder Ende Oktober möglich.

 
 
 

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